Schmerztherapiezentrum Gräber
 

Die Alternative Therapie bei Rheumaschmerzen und Gelenkschmerzen

René GräberAus der Naturheilpraxis von René Gräber

Rheuma ist ein medizinischer Oberbegriff und beschreibt eine Vielzahl von muskulo-skelettalen Erkrankungen. Neben den hohen persönlichen Einschränkungen, stellen sie auch ein großes wirtschaftliches Problem dar. Dicht gefolgt von psychischen Ursachen ist Rheuma der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit.

Nur eine Unterform ist das "echte" Rheuma, die rheumatoide Arthritis (synonym chronische Polyarthritis) mit Gelenkschwellung, -schmerzen und -deformationen durch eine fortschreitende Zerstörung der gelenknahen Strukturen auf Grund eines autoimmunen Prozesses. Ungefähr ein Prozent der Bevölkerung ist betroffen, die Ursache dieser Erkrankung ist bis heute völlig unklar.

Ebenfalls dazu gezählt werden die Kollagenosen (autoimmune Systemerkrankung mit Gelenkbefall) und das so genannte Weichteilrheuma (dabei sind die umliegenden Strukturen betroffen, zum Beispiel Sehnen, Bänder und Muskeln). Davon abzugrenzen ist das Fibromyalgie-Syndrom mit Beschwerden ähnlich dem Weichteilrheuma, allerdings ohne organisches Korrelat. Hier wird eine psychosomatische Ursache vermutet.

Die häufigste Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis ist die Arthrose. 20 - 40 Prozent der über 60 jährigen sind im unterschiedlichen Ausmaß davon betroffen. Dabei handelt es sich um einen Verschleiß des Gelenkknorpels. Dieser entsteht auf Grund eines Missverhältnisses von Belastung und Belastbarkeit, zum Beispiel bei starkem Übergewicht, Fehlbelastungen oder hohen sportlichen Anforderungen. Therapeutisch kommen Schmerzmittel (vor allem nicht-steroidale Antirheumatika wie Diclofenac) zum Einsatz. Linderung im chronischen Stadium können Wärmeanwendungen verschaffen, im akuten Schub (aktivierte Arthrose) sollten Eispackungen bevorzugt werden. Auch Krankengymnastik und Physiotherapie sind essentielle Bausteine der Therapie, um einer muskulären Dysbalance vorzubeugen, die Muskeln zu kräftigen und einer Einsteifung vorzubeugen. Leichte Sportarten, wie zum Beispiel schwimmen sind begleitend zu empfehlen. Reichen die konservativen Maßnahmen nicht mehr aus, kommen operative Therapien zum Einsatz. Mit einer Gelenktoilette kann versucht werden, den Knorpel zu glätten und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Im Endstadium wird das betroffene Gelenk mit einer Prothese versorgt.