Schmerztherapiezentrum Gräber
 

Die Alternative Spannungskopfschmerz Therapie

René GräberAus der Naturheilpraxis von René Gräber

Der so genannte Spannungskopfschmerz ist eine Volkskrankheit, circa 70 Prozent leiden gelegentlich darunter. Bei bis zu drei Prozent ist es zu einem chronischen, selten auch täglichen Spannungskopfschmerz gekommen mit entsprechender Einschränkung der Lebensqualität.

Der typische Spannungskopfschmerz betrifft den ganzen Kopf auf beiden Seiten (in Abgrenzung zur Migräne). Viele Patienten beschreiben diesen dumpfen, drückenden Schmerz wie einen Ring, der um den Kopf geschnürt wurde oder wie einen zu engen Hut.

Es konnte widerlegt werden, dass Muskelverspannungen vor allem im Nackenbereich als Ursache anzuschuldigen sind. Vielmehr wird vermutet, dass eine insgesamt geringe Schmerzschwelle auslösend sein kann, so dass der im Kopf vorhandene Reiz von den Betroffenen (im Gegensatz zu Gesunden) als schmerzhaft empfunden wird. Auch eine gestörte Stressbewältigung beziehungsweise ein hohes Stresslevel im Alltag begünstigen das Auftreten eines Spannungskopfschmerzes.

Therapeutisch werden Schmerzmittel eingesetzt, vor allem Paracetamol oder nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR, wie zum Beispiel ASS). Um einem sehr therapieresistenten, medikamenteninduzierten Kopfschmerz vorzubeugen, müssen Analgetika zurückhaltend eingesetzt werden. Weniger als zehn Tage mit Schmerzmitteln pro Monat sollten eingehalten werden. An den übrigen Tagen und auch ergänzend zu den Schmerzmitteln können lokal Einreibungen mit Pfefferminzöl, Entspannungsübungen (zum Beispiel die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training oder Yoga), lokale Wärmeanwendungen und Massagen eingesetzt werden. Leichter Ausdauersport hat ebenfalls einen positiven Effekt. Vor allem bei der chronischen Form profitieren die Patienten von Stressbewältigungs-Training, Biofeedback (zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und -kontrolle) und unterstützender Psychotherapie.

Zur Prophylaxe können Antidepressiva eingesetzt werden. Neben einer schmerzmodulierenden Wirkung sind sie auch stimmungsaufhellend und stressabschirmend. Auch sind manifeste Depressionen bei Betroffenen häufig Ursache oder Folge eines Spannungskopfschmerzes.