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Die Alternative Therapie des Karpaltunnelsyndroms

Das Karpaltunnelsysndrom ist eine Handerkrankung, welche durch einen erhöhten Druck im Karpaltunnel des Handgelenks verursacht wird.

Man kann sich den Karpaltunnel als eine Art anatomischen Tunnel vorstellen, durch welchen Nerven und ein Teil der Fingersehnen vom Unterarm in die Hohlhand führen. Herrscht in diesem Tunnel ein überdurchschnittlich hoher Druck, kommt es zu einer Minderdurchblutung und Kompression des mittleren Handnervs (Nervus medianus), was eine gestörte Signalleitung zur Folge hat.

Aus diesem Grund wird das Karpaltunnelsyndrom in der Medizin auch als Engpasssyndrom bezeichnet.

Beschwerden nehmen über die Zeit zu

Symptomatisch äußert sich das Karpaltunnelsysndrom bei dem betroffenen Patienten zunächst meist bei Nacht oder am frühen Morgen durch das Auftreten von Kribbeln in Daumen und Zeigefinger, welches umgangssprachlich auch als „Hände einschlafen“ bezeichnet wird.

Im weiteren Verlauf nehmen die Beschwerden langsam über Monate bis Jahre stetig zu, der mittlere Handnerv erleidet irreversible Schäden. Zudem weitet sich das Karpaltunnelsyndrom ohne entsprechende Therapie auf die ganze Hand, über den Arm, bis hin in den Schulter-Nacken-Bereich aus.

Gerade in den Fingern und der Hand führt es unbehandelt oft zu permanenter Taubheit, verminderter Kraft und durch die Verkümmerung der Fingermuskeln zu einer Störung der Feinmotorik. Spätestens jetzt ist die individuelle Lebensqualität sowie eventuell sogar die Erwerbstätigkeit ohne Therapie stark beeinträchtigt. Zumal es stets die Arbeitshand ist, welche bei diesem Engpasssysdrom als erstes betroffen ist.

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Ursachen bis heute nicht vollständig erforscht

Die genauen Gründe, welche zu diesem Engraum im Karpaltunnel führen, sind bis heute nicht komplett bekannt. Zumal dieses Syndrom in vielen unterschiedlichen Fällen auftritt, welche untereinander in keinerlei Relation zueinander stehen. Häufig werden entzündliche Prozesse, Schwangerschaften sowie Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Gicht) als Ursachen benannt.

Die klassische konservative und operative Versorgung durch die Schulmedizin

Therapeutisch bietet die Schulmedizin zu Beginn eine konservative Behandlung als auch in fortgeschrittenen Stadien die operative Versorgung an. Im Rahmen der nicht- invasiven Therapien erfolgt neben einer bewussten Vermeidung von mechanischen Überbelastungen eine nächtliche Ruhigstellung des Handgelenks auf einer gepolsterten Schiene.

Ergänzend werden krankengymnastische Übungsbehandlungen verordnet. Des Weiteren gehört auch der Einsatz von Medikamenten wie Kortison und NSAR (zum Beispiel Diclofenac oder Paracetamol) zu dem konservativen Portfolio der Schulmedizin. Aufgrund der häufigen Nebenwirkungen solch einer Dauermedikation ist dies für viele Patienten jedoch langfristig kein zufriedenstellendes Vorgehen.

Durch die operative Therapie erfolgt die Durchtrennung der bindegewebigen Platte, welche den Nervenkanal nach oben begrenzt, so dass der mittlere Handnerv von der Druckbelastung befreit wird. Dieses invasive Verfahren ist heute leider regelrecht zur Standardtherapie geworden.

Für den Operateur mag der finanzielle Vorteil dieses relativ einfachen Verfahrens durchaus lukrativ sein. Für den Patienten bedeutet solch eine Operation jedoch nicht selten dauerhafte Funktionseinbußen in der Handfunktion.

Solch ein operatives Verfahren hinterlässt logischerweise immer eine Narbe, welche sich im Verlauf der Wundheilung und des Hautwachstums oftmals immer weiter zusammenzieht. Dies hat wiederum eine eingeschränkte Beweglichkeit der Finger zur Folge. Somit dient das operative Verfahren zwar der Schmerzbeseitigung, nicht aber einer motorischen Funktionsverbesserung.

Das Myo-Fasziale Schmerzmodell als effektive sowie nachhaltige Behandlungsform des Karpaltunnelsyndroms

Ein interessanter und wirkungsvoller Behandlungsansatz des Karpaltunnelsyndroms basiert auf dem Myo-Faszialen Schmerzmodell. Diese nicht-invasive Behandlungsform kann ganz ohne die Einnahme von Medikamenten eingesetzt werden. Das allgemeine Myo-Fasziale Modell basiert auf dem einfachen, anatomischen Fakt, dass das Muskelgewebe (Myo) von einer bindegewebigen Hülle (Faszien) umgeben wird.

Bei dem Karpaltunnelsyndrom betrachtet man nun die Sehnenscheiden der Handbeugesehnen als Ursache, welche durch Überlastung oder Wassereinlagerungen, zum Beispiel während einer Schwangerschaft, eine überdurchschnittliche Reizung erfahren. Diese Beugesehnen der menschlichen Hand sind, wie alle Sehnen im menschlichen Körper, an knochennahen Stellen in Sehnenscheiden eingelagert.

Diese Scheiden haben eine Schutzfunktion, vergleichbar mit der Funktion einer Gelenkkapsel oder eines Schleimbeutels. Durch die synoviale Flüssigkeit im Inneren der Sehnenscheide können die Sehnen selbst bei starker Belastung in ihrem Kanal gegeneinander mühelos und reizlos gleiten.

Dies kann man sich analog zu dem durch die Gelenkflüssigkeit ermöglichten Gleiten der knorpelüberzogenen Gelenkflächen im Knie vorstellen. Da diese Handbeugesehnen samt ihren Sehenscheiden innerhalb des Karpatunnels jedoch auf anatomisch sehr engem Raum beieinander liegen, leidet nun der mittlere Handnerv als schwächstes Glied im Karpaltunnel im Falle einer Reizung und Entzünddung der Sehnenscheiden als erstes.

Genau an diesem Punkt setzt jetzt die Therapie, welche gerade in der Anfangsphase des Krankheitsbildes beeindruckende Ergebnisse erzielt, an. Die übermäßig angespannten Handbeugesehnen werden durch wohldosierten Druck auf ganz bestimmte Abschnitte verlängert und gelockert, das bindegewebige Kollagen der Sehnen verändert sich.

Als Resultat wird die Sehne als Einheit länger und flexibler, dem Effekt der Reibung sowie der Reizung auf die Sehnenscheiden wird entgegengewirkt. Folglich schwellen diese ab, wodurch im Karpaltunnel wieder mehr Raum ist. Der mittlere Handnerv kann sich wieder erholen, die Beschwerdesymptomatik verschwindet.

Da der menschliche Organismus eine komplexe Einheit ist, bezieht man bei dem Myo-Faszialen Modell bei der Behandlung des Karpattunnelsyndroms noch weitere Körperareale mit in den Therapieprozess ein.

Auf Basis dessen, dass der mittlere Handnerv anatomisch ein Teil des Armgeflechtes ist, werden zusätzlich auch andere Körperareale als Ursache für das Engpasssyndrom mit in die Therapie einbezogen. Dies sind zum Beispiel Verspannungen der Treppenmuskeln (mm. Scaleni) im Hals sowie die des kleinen Bustmuskels (m. Pectoralis minor) in der Schulter.

Ein weiterer ursächlicher Kandidat für das Karpaltunneldsyndrom ist der Muskel runde Einwärtsdreher (m. Pronator teres). Auch hier führt eine Entspannung des Bindegwebes (Faszie) zu einer erfolgreichen Therapie.

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