Schmerztherapiezentrum Gräber
 

Die Alternative Tumorschmerzen Therapie

René GräberAus der Naturheilpraxis von René Gräber

Tumorschmerzen entstehen dann, wenn der Tumor auf Nerven oder umliegende Strukturen drückt oder zu einer Entzündungsreaktion führt. Auch können sie Folge der Therapie sein. So können unter der Operation Nerven verletzt werden oder durch Chemotherapie (zum Beispiel in Form einer Polyneuropathie) und Bestrahlung Schmerzen verursacht werden.

Tumorschmerzen sind mit die häufigsten Schmerzen überhaupt. Täglich leiden circa 220 000 Patienten so stark daran, dass eine Therapie nötig ist.

Es gibt adäquate Möglichkeiten einer schmerzlindernden Therapie. Leider ist nicht jeder Schmerz zu nehmen, aber zumindest kann versucht werden, das Leiden erträglicher zu machen. Um eine Hilfestellung für die behandelnden Ärzte zu geben, erließ die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Stufenschema als Richtlinie. An der Basis sollten nicht opioide Analgetika eingesetzt werden. Dazu zählen Paracetamol, Novalgin und die nicht-steroidalen Antiphlogistika (zum Beispiel ASS, Ibuprofen und Diclofenac). An zweiter Stelle kommen schwache Opioide dazu (zum Beispiel Valoron und Tramal). Reichen diese Schmerzmittel nicht mehr aus, sollte auf stark wirksame Opioide (zum Beispiel Morphin, Fentanyl) plus Basisanalgetika zurückgegriffen werden. Diese unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz, daher tun sich wohl viele Ärzte schwer, diese mit hohem bürokratischen Aufwand zu verschreiben. Doch viele Experten appellieren, Morphinderivate großzügig und frühzeitig einzusetzen. Auch eine Suchtentwicklung ist bei Schmerzpatienten kaum zu befürchten und daher kein Argument gegen einen Einsatz. Es sollten transdermale therapeutische Systeme (TTS, "Pflaster") bevorzugt werden, da diese den Wirkstoff kontinuierlich abgeben, keine Medikamente regelmäßig eingenommen werden müssen und das Abhängigkeitspotenzial gering ist.

Schmerzspitzen können durch zusätzliche kurzwirksame Medikamente coupiert werden. Eine ebenso gute Alternative sind Depotpräparate per os (oral als Tablette).

Nebenwirkungen wie Übelkeit und vor allem Verstopfung können durch eine zusätzliche Medikation erfolgreich therapiert werden.

Auf allen Stufen können ergänzend physikalische Maßnahmen, nervenwirksame Medikamente (zum Beispiel Carbamazepin, Gabapentin) und Antidepressiva eingesetzt werden.